«Etwas fing sein Auge. Etwas Kleines, Flatterndes, Weißes. Es war ein Schmetterling, der durch die offene Eingangstür hereingeflogen sein mußte. Er war irgendwoher gekommen, von den warmen Rosenbeeten der Tuilerien, aufgeschreckt vielleicht von zwei Liebenden aus seinem Duftschlaf, geblendet dann durch Lichter, die unbekannte Sonnen waren, viele, verwirrende – er hatte sich geflüchtet in den Eingang, in das schützende Dunkel, das die großen Türen bargen –, und jetzt taumelte er verloren und mutig in der großen Halle umher, in der er sterben würde – müde werden, schlafen auf einem Mauersims, einem Fenstervorsprung oder auf der Schulter der strahlenden Göttin hoch oben, am Morgen würde er nach Blumen suchen und Leben und dem hellen Honig der Blüten und sie nicht fi nden und irgendwann wieder einschlafen auf tausendjährigem Marmor, schwächer schon, bis der Griff der zarten zuverlässigen Füße sich lösen und er herabfallen würde, ein schmales Blatt vorzeitigen Herbstes.»