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- Erster Teil
- Zarathustras Vorrede
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- 3
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- 5
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- 9
- 10
- Die Reden Zarathustras
- Von den Drei Verwandlungen
- Von den Lehrstühlen der Tugend
- Von den Hinterweltlern
- Von den Verächtern des Leibes
- Von den Freudenund Leidenschaften
- Vom Bleichen Verbrecher
- Vom Lesen und Schreiben
- Vom Baum am Berge
- Von den Predigern des Todes
- Vom Krieg und Kriegsvolke
- Vom Neuen Götzen
- Von den Fliegen des Marktes
- Von der Keuschheit[47]
- Vom Freunde
- Von Tausend und Einem Zlele
- Von der Nächstenliebe
- Vom Wege des Schaffenden
- Von Alten und Jungen Weiblein
- Vom Biss der Natter
- Von Kind und Ehe
- Vom Freien Tode
- Von der Schenkenden Tugend
- Zweiter Teil
- Das Kind Mit dem Spiegel
- Auf den Glückseligen Inseln
- Von den Mitleidigen
- Von den Priestern
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Von den Priestern
Und einstmals gab Zarathustra seinen Jüngern ein Zeichen und sprach diese Worte zu ihnen:
»Hier sind Priester: und wenn es auch meine Feinde sind, geht mir still an ihnen vorüber und mit schlafendem Schwerte!
Auch unter ihnen sind Helden; viele von ihnen litten zuviel —: so wollen sie andre leiden machen.
Böse Feinde sind sie: nichts ist rachsüchtiger als ihre Demut. Und leicht besudelt sich der, welcher sie angreift.
Aber mein Blut ist mit dem ihren verwandt; und ich will mein Blut auch noch in dem ihren geehrt wissen.« —
Und als sie vorübergegangen waren, fiel Zarathustra der Schmerz an; und nicht lange hatte er mit seinem Schmerze gerungen, da hub er also an zu reden:
Es jammert mich dieser Priester. Sie gehen mir auch wider den Geschmack; aber das ist mir das Geringste, seit ich unter Menschen bin.
Aber ich leide und litt mit ihnen: Gefangene sind es mir und Abgezeichnete. Der, welchen sie Erlöser nennen, schlug sie in Banden: —
In Banden falscher Werte und Wahn-Worte! Ach, daß einer sie noch von ihrem Erlöser erlöste!
Auf einem Eilande glaubten sie einst zu landen, als das Meer sie herumriß; aber siehe, es war ein schlafendes Ungeheuer!
Falsche Werte und Wahn-Worte: das sind die schlimmsten Ungeheuer für Sterbliche – lange schläft und wartet in ihnen das Verhängnis.
Aber endlich kommt es und wacht und frißt und schlingt, was auf ihm sich Hütten baute.
O seht mir doch diese Hütten an, die sich diese Priester bauten! Kirchen heißen sie ihre süßduftenden Höhlen.
O über dies verfälschte Licht, diese verdumpfte Luft! Hier, wo die Seele zu ihrer Höhe hinauf – nicht fliegen darf!
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