
Ваша оценкаИздательство:
ISBN:
978-3498073893
Год издания:
2017
Язык:
Немецкий
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Rowohlt Buchverlag; Auflage: 9. (17. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3498073893
ISBN-13: 978-3498073893
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2,9 x 20,9 cm
Возрастные ограничения:
18+
Критика
Wie klein, wie reich so ein Menschenleben ist und wie unrettbar es in die Mühlen der Geschichte gerät, davon erzählt diese zwischen Roman, Recherche, Rekonstruktion und Erinnerung angesiedelte Spurensuche. (...) Die Sprache ist kunst- und schmucklos, aber genau das ist das einzig Angemessene. (…) Das ist, gerade in der dokumentarischen Nüchternheit, ganz große und äußerst wirkungsvolle Kunst. (Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur)
Was sich da an Unvorhergesehenem und Überrumpelndem enthüllt, ist wie bei einem Krimi aufgebaut: Die Spannung steigt mit jedem einzelnen Detail, und der Zufall generiert eine spektakuläre Breitwandstory. (...) Die katastrophalen Geschichtsbrüche des 20. Jahrhunderts werden en miniature verhandelt, aber mit existenzieller Wucht. (Helmut Böttiger, DIE ZEIT)
Es hat jüngst kluge Bücher über den Albtraum des zwanzigsten Jahrhunderts gegeben (…). Sie alle erzählen die Geschichte der Gewalt so, wie sie in den Archiven erscheint, als weit entferntes blutiges Gewimmel. Natascha Wodin zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Geschehen. Aber sie holt es so nah heran, dass wir unsere eigene Geschichte darin gespiegelt sehen. (Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Die Geschichte der Recherche selbst liest sich wie ein spannendes Abenteuer. Lakonisch, klar, nüchtern und vollkommen unpathetisch führt Natascha Wodin den Leser durch die Verästelungen ihrer Familienforschung. Sie macht keine großen Worte. Sie lässt die Dinge für sich selbst sprechen. Eine kühle Sprödigkeit, mit der Wodin jede Emotionalität zügelt, wird als Markenzeichen dieses außerordentlichen Prosa-Werks erkennbar. (Sigrid Löffler, kulturradio rbb)
So vieles ist bekannt über das schreckliche 20. Jahrhundert, über die Vernichtung der Juden, die Gräuel der Kriege, über Verrat, der Familien zerriss. Und es sind die Bücher von Imre Kertész und Primo Levi, von Daniil Granin und Anatoli Rybakow, Jürgen Fuchs und Erich Loest, die halfen, einzelne Kapitel nicht nur faktisch zu begreifen, sondern auch emotional zu verstehen. Nun kann man ein weiteres in diese Bibliothek einreihen. Natascha Wodin wirft einen Lichtstrahl auf das Leid ihrer Mutter und erhellt das Schicksal Hunderttausender. (Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau)
Natascha Wodin hat ein großartiges Buch gegen das Schweigen verfasst. Das ist lebendige, anschauliche, fragende, verzweifelte, rührende Geschichtsschreibung. Auch Trauerarbeit natürlich. Ein ergreifendes Buch, das persönlich gehaltene Dokument einer Spurensuche. (Stefan Berkholz, Bayern 2 Kultur)
Weil Wodin sich Raum nimmt für Momente, die schräg stehen zu allen historischen Ereignissen, die sonderbar wirken, weil Menschen selbst in den schrecklichsten Situationen manchmal etwas Schönes tun und erst diese Ungereimtheit ein tieferes Verständnis vermittelt, wie es ihnen ergangen sein muss, weil die Schriftstellerin diese Möglichkeit der Literatur voll ausschöpft, ist ihr ein großes Buch gelungen. (Claudia Voigt, LITERATUR Spiegel)
Das Schicksal der in der deutschen Kriegswirtschaft zu Tode geschundenen osteuropäischen Zwangsarbeiter blieb lange im Schatten der anderen monströsen Verbrechen der NS-Diktatur. (…) Und weil Wodin diesen Stoff nicht einfach nur aufgreift, sondern bis ins Herz durchdringt, schreibt sie die Geschichte der Mutter in die Weltliteratur ein. (Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung)
Natascha Wodin ist ein so klassisches wie außergewöhnliches Buch gelungen. (Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung)
Es ist ein vom ersten Satz an fesselnder Roman, spannend, tragisch, erschütternd, sodass man kaum die Unterbrechung des Seitenumblätterns hinnehmen möchte. (…) Dieses Buch gehört in eine Reihe mit Werken von Hertha Müller und Imre Kertész, die vom Wüten und Töten in Diktaturen erzählen. (Roswitha Haring, Kölner Stadt-Anzeiger)
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