"Was mich an ihm fasziniert, ist nicht so sehr seine Kochkunst, obgleich ich mich nicht so leicht für etwas anderes mehr begeisterte, sondern die Möglichkeit eines Menschen, der nun wirklich ein Nihilist ist", sagte der Schriftsteller. "Es ist immer atemberaubend, einem Schlagwort in Wirklichkeit zu begegnen."
"Es ist vor allem immer atemberaumend, einem Schriftsteller zuzuhören", sagte der Kommissär trocken.
"Vielleicht hat Gastmann mehr Gutes getan, als wir drei zusammen, die wir hier in diesem schiefen Zimmer sitzen", fuhr der Schriftsteller fort. "Wenn ich ihn schlecht nenne, so darum, weil er das Gute ebenso aus eier Laune, aus einem Einfall tut wie das Schlechte, welches ich ihm zutraue. Er wird nie das Böse tun, um etwas zu erreichen, wie andere ihre Verbrechen begehen, um Geld zu besitzen, eine Frau zu erobern oder Macht zu gewinnen, er wird es tun, wenn es sinnlos ist, vielleicht, denn bei ihm immer zwei Dinge möglich, das Schlechte und das Gute, und der Zufall entscheidet."
"Sie folgen dies, als wäre es Mathematik", entgegnete der Alte.
"Es ist auch Mathematik", antwortete der Schriftsteller. "Man könnte sein Gegenteil im Bösen konstruieren, wie man eine geometrische Figur als Spiegelbild einer anderen konstruiert, und ich bin sicher, dass es auch einen solchen Menschen gibt - irgendwo - vielleicht werden Sie auch diesem begegnen. Begegnet man einem, begegnet man dem anderen."