Рецензия на книгу
Аптекарша
Ингрид Нолль
Die_faule_Leserin5 марта 2018 г.Oberflächliche Literatur
Es fing ziemlich vielversprechend an. Die Handlung hatte sogar einen Anschein, dass es psychologisch wird. Aber schon bald muss man doch feststellen, dass es sich einfach um einen travialen Liebesroman mit schlechter Qualität handelt. Hierbei ist es sprachlich nicht toll, aber man kann damit leben.
Wir haben hier einen modernen etwas anstößigen "Liebesfünfeck". Die Hauptperson, eine Apothekerin mit großem Erbe hat ein Bedürfnis Beziehungen nur mit kranken Außenseitern oder leidenden Opfern, die sie ausnutzen zu führen.
Wie ich früher meinen Puppen die Beine abgedreht hatte, um sie wieder zusammenzuflicken, so suchte ich später kranke Männerseelen, um sie zu heilen. Es half mir über meine eigenen Probleme hinweg, wenn ich stark genug war, fremde zu lösen.So geschieht es, dass sie mit mehreren Schmarotzern, Drogenabhängigen, Lügnern und ehemaligem Häftling zusammenlebt. Wie es sich später rausstellt, hat sie auch selber nichts Besseres verdient. Sie ist sehr inkonsistent und jederzeit bereit ihren Liebhaber zu wechseln. Besonders widerlich ist, dass sie gar keinen Mitleid für eine Dame (Alma) hat, wessen Familienleben sie fast zerstört hat... Am Ende kriegen sie alle das, was sie auch verdienen. Es ist auch der einzige gute Punkt im ganzen Buch.
Die Schriftstellerin hatte mit Sicherheit auch die Absicht, die Lebensweise und die Freiheit einer modernen deutschen Frau als positiv und gut darzustellen. Nach dem Motto "so soll es auch sein" oder "es ist richtig so". Man soll angeblich solche Frauen loben, die die Männer genauso ausnutzen können. Allerdings gelingt es ihr nicht, ich sehe es anders. Denn alle sind hier sehr egozentrisch und verantwortungslos. Von einer Keuschheit braucht man auch gar nicht zu sprechen. Es interessiert keinen, wie es den anderen geht. Wegen solchen Sitten und Werten kann ich das Buch wirklich nicht empfehlen.
Hier, auf Livelib habe ich gelesen, dass manche die Frau Noll mit Donzowa vergleichen. Dem kann ich aber kaum zustimmen, so primitiv ist die letzte doch nicht. Donzowa schreibt natürlich keine großartigen Romane, aber sie ist wenigstens unterhaltsam und nicht so amoralisch.
Der Vergleich mit Agatha Christie, womit man für die Frau Noll in den deutschen Medien wirbt, ist noch lächerlicher. Denn es ist kein Krimi und Agatha Christie hat ihre Berühmtheit wirklich verdient.21K